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Um das Glück zu finden, muss man auch die Fähigkeit entwickeln, Dinge zu genießen. Sonst findet man das Glück und kann sich nicht darüber freuen. Das merkt man daran, wie vielen Menschen es eigentlich gut geht, und wie unglücklich sie dennoch sind. Wissen Sie selbst eigentlich, was Sie glücklich macht? Eine Methode, die "en vogue" ist, ist das Dankbarkeitstagebuch: Jeden Tag noch einmal die Situationen des Tages Revue passieren lassen und die erfreulichen und positiven Situationen notieren. Das können große Erfolge sein, aber auch kleine Dinge wie jemand, der einem zugelächelt hat, oder ein kleiner Unfall, den man vermeiden konnte, eine Autofahrt ohne jeden Zwischenfall, ein Blick auf eine schöne Landschaft, ein gutes Essen. Oder dass man sich dabei ertappt hat, etwas Gutes in einer Situation zu sehen, statt wie gewohnt darüber zu nörgeln. Oder einfach nur, dass man daran gedacht hat, etwas Bewährtes ganz bewusst auf andere Weise zu tun, etwas Neues auszuprobieren, einen anderen Arbeitsweg einzuschlagen. Die Forschung tendiert zur Erkenntnis, dass Dankbarkeitstagebücher tatsächlich wirken: Man erzieht sich selbst nicht zu Naivität, sondern zu einem positiveren Perspektivwechsel, und setzt ein Gegenstück zu den automatisierten Grübeleien, die oft negativ sind. Tagebuch führen ist aber kein Ziel an sich, sondern ein Training. Ein Anfang. Denn es bleibt ja zunächst dabei, dass man sich zwar freut und dankbar ist. Aber wenn man den Eintrag ins Tagebuch setzt, sind seit der Situation bereits Stunden oder Tage vergangen. Nach und nach sollte dieser zeitliche Abstand kleiner werden. Das Ziel ist, dass man sich noch während der erfreulichen Situation in vollen Zügen darüber freuen kann. Solange das nicht klappt, ist Glück etwas, das immer nur in der Zukunft liegt. Wenn es aber klappt, hat es die glückliche Nebenwirkung, dass es auch unseren Ausblick auf die Zukunft positiver macht. Denn die Zukunft wird sowieso nicht so kommen, wie wir sie uns vorstellen, also können wir zumindest unsere Gegenwart mit besseren Vorstellungen verschönern. Nicht umsonst Schrieb Russ Harris, einer der bekanntesten Autoren und Trainer der Akzeptanz-und Commitment-Therapie (ACT) ein Buch mit dem Titel „Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei. Glück will also trainiert werden. Allerdings ist auch Glück kein Ziel an sich. Glück besteht aus Momenten. Ein Leben, das nur aus Glück besteht, ist ein bisschen wie eine gut bezahlte Arbeit zu haben, bei der es aber am Arbeitsplatz nichts zu tun gibt. Darüber freut man sich vielleicht, wenn man zuvor einen belastenden Job hatte. Aber nach einer Weile drohen Langeweile und Bore-Out. Glück sind Momente. Das Leben besteht aus einem Auf und Ab. Wer das Ab aus seinem Leben entfernen will, wirft auch das Auf heraus. Es ist wie im Freizeitpark: Man kann auf die Achterbahn steigen oder den kleinen Zug nehmen. Auf der Achterbahn gibt es Intensität und Abwechslung. Der kleine Zug verläuft immer schön flach. So ist es auch mit dem Leben. Die flachste Form, zu leben, ist vielleicht die Depression. Die Suche nach Glück ist also wie die Suche nach dem Tag. Durch die Nacht muss man trotzdem. Wichtiger ist, was wir mit der Zeit machen. Und wichtiger als die Suche nach dem Glück ist Erfüllung. Und die kommt davon, dass man Dinge redlich probiert, manchmal geschafft, Erfahrungen überstanden, Lehren gezogen hat. Sie kommt davon, dass man "Sinnstiftendes" getan hat, was auch immer das heißen mag. Für Sinnstiftendes nimmt man auch mal die Durststrecken in Kauf. Eine gute Frage, die man sich stellen kann, wenn man nach Sinnvollem sucht, ist: "Was möchte ich auf keinen Fall auf meinem Sterbebett bereuen, nicht erlebt, geschafft oder zumindest ehrlich versucht zu haben? Woran sollen sich die Menschen erinnern, wenn ich nicht mehr da bin? Wofür soll mein guter Name stehen?" Das Schlüsselelement sind unsere tiefen Werte. Mit den tiefen Werten sind keine verbreiteten Hashtags und salonfähigen Worthülsen gemeint, sondern die echten, tiefen, ganz persönlichen Werte. Sie sind unser inniges Navigationssystem durchs Leben, an den ständigen Werbungseinblendungen des Gruppenzwangs und der Gesellschaftsnormen vorbei. Wer diese wahren, tiefen Werte in sich erkennt, sich an ihnen orientiert und dafür auch bereit ist, auf etwas zu verzichten oder gelegentlich einen Preis zu zahlen, hat gute Chancen darauf, später auf ein erfülltes Leben zurück blicken zu können. Lesen Sie auch: Startseite Weitere Blog-Artikel Coaching für Hochsensible Coaching für Hochbegabte Hochsensibilität in Beruf und Führung Methoden des Systemischen Coachings

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Glück ist nicht das Ziel, sondern die Begleitmusik eines sinnvollen Lebens. Viktor Frankl

Alexander Hohmann

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Um das Glück zu finden, muss man auch die Fähigkeit entwickeln, Dinge zu genießen. Sonst findet man das Glück und kann sich nicht darüber freuen. Das merkt man daran, wie vielen Menschen es eigentlich gut geht, und wie unglücklich sie dennoch sind. Wissen Sie selbst eigentlich, was Sie glücklich macht? Eine Methode, die "en vogue" ist, ist das Dankbarkeitstagebuch: Jeden Tag noch einmal die Situationen des Tages Revue passieren lassen und die erfreulichen und positiven Situationen notieren. Das können große Erfolge sein, aber auch kleine Dinge wie jemand, der einem zugelächelt hat, oder ein kleiner Unfall, den man vermeiden konnte, eine Autofahrt ohne jeden Zwischenfall, ein Blick auf eine schöne Landschaft, ein gutes Essen. Oder dass man sich dabei ertappt hat, etwas Gutes in einer Situation zu sehen, statt wie gewohnt darüber zu nörgeln. Oder einfach nur, dass man daran gedacht hat, etwas Bewährtes ganz bewusst auf andere Weise zu tun, etwas Neues auszuprobieren, einen anderen Arbeitsweg einzuschlagen. Die Forschung tendiert zur Erkenntnis, dass Dankbarkeitstagebücher tatsächlich wirken: Man erzieht sich selbst nicht zu Naivität, sondern zu einem positiveren Perspektivwechsel, und setzt ein Gegenstück zu den automatisierten Grübeleien, die oft negativ sind. Tagebuch führen ist aber kein Ziel an sich, sondern ein Training. Ein Anfang. Denn es bleibt ja zunächst dabei, dass man sich zwar freut und dankbar ist. Aber wenn man den Eintrag ins Tagebuch setzt, sind seit der Situation bereits Stunden oder Tage vergangen. Nach und nach sollte dieser zeitliche Abstand kleiner werden. Das Ziel ist, dass man sich noch während der erfreulichen Situation in vollen Zügen darüber freuen kann. Solange das nicht klappt, ist Glück etwas, das immer nur in der Zukunft liegt. Wenn es aber klappt, hat es die glückliche Nebenwirkung, dass es auch unseren Ausblick auf die Zukunft positiver macht. Denn die Zukunft wird sowieso nicht so kommen, wie wir sie uns vorstellen, also können wir zumindest unsere Gegenwart mit besseren Vorstellungen verschönern. Nicht umsonst Schrieb Russ Harris, einer der bekanntesten Autoren und Trainer der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) ein Buch mit dem Titel „Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei. Glück will also trainiert werden. Allerdings ist auch Glück kein Ziel an sich. Glück besteht aus Momenten. Ein Leben, das nur aus Glück besteht, ist ein bisschen wie eine gut bezahlte Arbeit zu haben, bei der es aber am Arbeitsplatz nichts zu tun gibt. Darüber freut man sich vielleicht, wenn man zuvor einen belastenden Job hatte. Aber nach einer Weile drohen Langeweile und Bore-Out. Glück sind Momente. Das Leben besteht aus einem Auf und Ab. Wer das Ab aus seinem Leben entfernen will, wirft auch das Auf heraus. Es ist wie im Freizeitpark: Man kann auf die Achterbahn steigen oder den kleinen Zug nehmen. Auf der Achterbahn gibt es Intensität und Abwechslung. Der kleine Zug verläuft immer schön flach. So ist es auch mit dem Leben. Die flachste Form, zu leben, ist vielleicht die Depression. Die Suche nach Glück ist also wie die Suche nach dem Tag. Durch die Nacht muss man trotzdem. Wichtiger ist, was wir mit der Zeit machen. Und wichtiger als die Suche nach dem Glück ist Erfüllung. Und die kommt davon, dass man Dinge redlich probiert, manchmal geschafft, Erfahrungen überstanden, Lehren gezogen hat. Sie kommt davon, dass man "Sinnstiftendes" getan hat, was auch immer das heißen mag. Für Sinnstiftendes nimmt man auch mal die Durststrecken in Kauf. Eine gute Frage, die man sich stellen kann, wenn man nach Sinnvollem sucht, ist: "Was möchte ich auf keinen Fall auf meinem Sterbebett bereuen, nicht erlebt, geschafft oder zumindest ehrlich versucht zu haben? Woran sollen sich die Menschen erinnern, wenn ich nicht mehr da bin? Wofür soll mein guter Name stehen?" Das Schlüsselelement sind unsere tiefen Werte. Mit den tiefen Werten sind keine verbreiteten Hashtags und salonfähigen Worthülsen gemeint, sondern die echten, tiefen, ganz persönlichen Werte. Sie sind unser inniges Navigationssystem durchs Leben, an den ständigen Werbungseinblendungen des Gruppenzwangs und der Gesellschaftsnormen vorbei. Wer diese wahren, tiefen Werte in sich erkennt, sich an ihnen orientiert und dafür auch bereit ist, auf etwas zu verzichten oder gelegentlich einen Preis zu zahlen, hat gute Chancen darauf, später auf ein erfülltes Leben zurück blicken zu können. Lesen Sie auch: Startseite Weitere Blog-Artikel Coaching für Hochsensible Coaching für Hochbegabte Hochsensibilität in Beruf und Führung Methoden des Systemischen Coachings
Glück ist nicht das Ziel, sondern die Begleitmusik eines sinnvollen Lebens. Viktor Frankl